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Wir tragen Bauernkostüme, wie sie europaweit im 16. Jahrhundert üblich waren. Damals gängige Farben der Kleidung fanden wir bei den Flamen Pieter Breughel dem Älteren und dem Jüngeren und ließen die Bauern aus z.B. der "Bauernhochzeit" und der "Kirmes" wieder auferstehen. Ein buntes Völkchen, wie es immer wieder bei unseren bäuerlichen Tanzfesten zu bewundern ist. Wollstoffe, Baumwolle und altes Leinen sind die Materialien, aus denen wir unsere Kostüme genäht haben.
Im Gegensatz zum hohen Mittelalter (12. / 13. Jh.), in dem lange, togaartige Gewänder von Mann und Frau gleichermaßen getragen worden sind, entwickelte sich allmählich eine geschlechterspezifische Kleidung. Ab dem 15. Jahrhundert trugen die Frauen ein langes Hemd und darüber einen gekräuselten Rock mit einer großen Quetschfalte auf dem Bauch, die ihn bei Schwangerschaften „mitwachsen“ lies. Ein körpernahes Leibchen mit einzunestelnden Ärmeln, eine Schürze und, sofern sie verheiratet waren, eine Haube (sie waren „unter die Haube gekommen“) vervollständigten die Kleidung. Die Männer trugen ein ebenso langes Hemd, das zwischen den Beinen eingeschlagen und zu „Hosen“ drappiert wurde. Darüber nestelten sie Beinlinge an einem kurzen Leibchen an. Darüber wurde eine Weste mit wiederum einzunestelnden Ärmeln getragen; Hut oder Kappe vervollständigten das Kostüm. Beide Geschlechter trugen in der kalten Jahreszeit einen Goller (Schulterkragen) und / oder einen Kapuzenumhang. In der Kostümgeschichte ist dieser Umhang vom 8. bis ca. 18. Jh. vom Schnitt her fast unverändert erhalten geblieben.

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