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In der Herrenmode der Biedermeierzeit, die von 1815 bis 1845 anzusiedeln ist, wird ein zweireihiger, bis zur Hüfte z.T. geschlossener Schoßrock beliebt. Darunter trägt der elegante Herr eine kurze Weste und Pantalons (Langhose), sowie auf dem Kopf ein alles komplettierender Zylinder. Um das Jahr 1820 vollzog sich in der Frauenmode innerhalb kurzer Zeit ein völliger Umschwung. Das gesündere, taillenlose Empirekleid verschwand und das neue Biedermeierkleid setzte sich durch. Die auffälligste Linie an dieser neuen Erscheinung der Frau, die Einschnürung über den Hüften, wurde besonders durch die sich ständig vergrößernden Ärmel unterstrichen. Eine weite Krinoline (Reifrock), üppige Unterröcke, die Biedermeierunterhosen und ein sehr eng geschnürtes Korsett bildeten den Unterbau.

Großen Aufwand betrieben die Damen der Biedermeierzeit bei ihren Frisuren. Sofern keine Hüte oder Schuten (Hauben mit breiter Krempe) getragen worden sind, wurde die Silhouette des Kopfes durch Schillerlocken oder mehrere geflochtene Zöpfe beidseitig der Schläfen und einem markanten Mittelscheitel in die Breite gezogen. Der Hinterkopf wurde flach gehalten und mit Flechtwerk oder Nestern nach oben gezogen. Blüten, Bänder und Juwelen sorgten für ein verspieltes Erscheinungsbild.
Wir tragen Nachbildungen von Original-Abendkleidern, wie sie in den Ballsälen von Paris, London, Wien und Berlin seinerzeit Mode waren
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